3-Tages Tour La Guajira

3-Tages Tour La Guajira

Abfahrt 04.30 Uhr vor dem Hotel. 180 km bis zum eigentlichen Start in Riohacha. Zu meinem erstaunen war ich nicht die Einzige. Um 07.30 Uhr waren wir dann beim Reisebüro Ecotours, wo wir den Rest bezahlen musste und uns der Reiseleiter in Empfang nahm. Unsere Gruppe bestand aus einem älteren Ehepaar, zwei etwa 35 jährigen Frauen aus Medellin und Allan, ein gebürtiger Cubaner, der in Miami lebt. Ich hatte Glück, dass Allan dabei war. Er konnte mir manchmal übersetzen, da unser Tourguide nur Spanisch sprach 😉 Wir fuhren zuerst nach Uribia. Dort tankten wir aus Fässern Benzin. An jeder Ecke standen Menschen mit Fässern, welche Bezin verkauften. Wir hatten nochmals Gelegeheit Wasser und Kabbereien einzukaufen. Danach sahen wir uns eine natürliche Salzgewinnungsanlage an. Jede Familie hat sein eigenes Becken in dem Meerwasser gepumpt wird und durch einen natürlich Prozess innerhalb von 2 Monaten, Salz gebildet wird. Das Salz wird gefiltert und gereinigt und danach in Säcke abgefüllt. Es ist grob und wird für Kosmetik- und Lebensmittelindustrie verwendet. Wir fuhren weiter nach Cabo de la Vela durch von Kakteen und spärlichen Gebüsch, wo wir am Abend auch übernachten. Es gab ein feines Mittagessen, für die, welche Fisch mögen. Ich begnügte mich mit Rührei mit Reis. Wir zogen uns für einen Besuch am Strand um. Der Ausblick über die Bucht war umwerfend und das baden im kühlen Meer eine richtige Wohltat. Hier in der Wüste ist es brütend heiss. Die Nacht verbrachten wir in Hängematten am Strand. Das erste Mal für mich. Das Rauschen der kleinen Wellen war wie sanfte Musik und ich staunte,dwie gut ich schlafen konnte, wenn man erst mal richtig liegt 😉

Wir sind im Land des indigenen Volks Wayúu. Sie leben von der Ziegensucht und Handarbeiten, welche sie an Besucher verkaufen. Auch betteln gehört dazu. Überall auf der Strasse, haben Sie Schnüre gespannt und die Kinder halten Sie hoch sobald sich ein Auto nähert. Der Guide gibt Ihnen dann ein paar Kekse und die holprige Fahrt geht weiter.

Der nächste Tag sollte der Schönste werden….. Wir fuhren zum nördlichsten Zipfel von Kolumbien. An der schroffen Felsküste konnten wir die Gischt beobachten, welche immer wieder Regenbogen fabriziert. Der nächste Halt gilt einem Strandbesuch und dem erklimmen des nördlichsten Punktes. Der Blick war fatastisch und die Wellen riesig. Weiter durch die Wüste auf die andere Seite bis zu den Sanddünen Playa Caroba. Es war bizarr wie die Dünen bis ins Meer reichten. Es erinnerte mich an die Skeletcoast in Namibia. Es war herrlich in den Wellen rum zu hüpfen. Nun wurde es Zeit, uns nach Punta Gallinas aufzumachen. Kurz davor war ein wunderbarer Aussichtspunkt, von welchem wir den Sundowner genossen. In Punta Gallinas dämmerte es dann schon und wir machten nur noch kurz Halt bevor wir zur Unterkunft fuhren. Da es noch freie Zimmer hatte, entschieden wir uns für die „luxuriöse“ Variante. Wir waren inzwischen wie eine Familie. Wir hatten eine Menge Spass.

Leider wurde die ältere Frau krank. Hatte hohes Fieber, Durchfall und ihr war übel. Was ich noch nicht wusste, dass es mir am nächsten Tag gleich ergehen sollte. Wir wurden mit einem Boot durch die Lagune gefahren. Das Wasser ist ca. 1 Meter tief und an der tiefsten Stelle 12 Meter. Der Wind war ziemlich heftig, was auch das Boot ins Wanken brachte. Wir sahen unzählige Pelikane und andere Vogelarten. Wir hielten an einem Strand an, wo auch unser Guide auf uns wartete. Wir durften noch ein letzes Mal baden. Wir machten uns einen Spass daraus, mit dem Schlamm unsere Gesichter und Körper einzuschmieren. Wellnessfeeling mitten in der Wüste. Dann begann die lange Rückreise durch die Wüste und holprigen Strassen. Ich blieb noch eine Nacht in Riohacha und verbrachte mit den Mädels und Allen einen letzten Abend. Auf der Rückreise begann der Schüttelfrost und Durchfall……..

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Santa Marta und Umgebung

In Santa Marta bin ich im Hostel Masya untergekommen in einem 6-Bett Schlafsaal. Das Hostel verfügt über 2 Pools was wirklich sehr angenehm ist bei der drückenden Hitze. Ist sehr nett und komfortabel eingerichtet. Kann ich sehr empfehlen. Es befindet sich im historischen Zentrum von Santa Marta, nahe der Cierra 5. Der wohl meistbefahrensten Strasse und von Ständen und Menschen überfüllen Strasse. Neu ist der Bootshafen mit 4 netten, nebeneinander liegenden Restaurants. Auch das Casino ist in unmittelbarer Nähe. Auch ein Containerterminal befindet sich am Ende der Bucht, welche ich mit Wehmut erblickt habe. Das Schiff und das Meer fehlen mir sehr.

Zuerst bin ich zum berühmten Nationalpark Tayrona. Am Eingang habe ich mit Schrecken festgestellt, dass ich statt 50’000 Pesos nur 5’000 mitgenommen habe. Viel zu wenig für den Eintritt. Es war mit etwas peinlich, 3 junge Girls nach Geld zu fragen, welche auch in meinem Hostel wohnten. Glücklichweise hatten Sie genug dabei und ich habe es an der Reception des Hostels deponiert. Ist das nicht wunderbar, wie Hilfe so unkompliziert passiert? Der Marsch ging durch feucht heissen Wald mit vielen grossen Felsbrocken. Plötzlich auf einer Höhe die Sicht aufs Meer. Wow so schön. Weiter bis zum Strand der zum baden geschlossen ist, weil er grosse gefährliche Wellen hat. Es seien schon über 100 Menschen ertrunken. Das Farbenspiel zwischen dem Merr, dem Himmel, dem Wald und den sandgelblichen grossen Steinen war umwerfend. Es klebte bereits alles an mir und ich war überall nass auf der Haut. Ein Gefühl, dass ich sonst nur von der Sauna her kenne 😉 Ich war ziemlich ko nach ca. 1 1/2 Stunden reiner Marschzeit, als ich an der Beach Arrecife angekommen bin, wo das baden erlaubt ist. Der Weg führte noch weiter zur berühmten Bucht. Doch ich mochte nicht mehr weiter laufen. Das Wasser war herrlich kühl und erfrischend. Ich beobachtete die Menschen im Wasser und stellte fest, das die meisten Kolumbianer nicht schwimmen können noch Badkleider hatten. Viele gingen mit den Kleidern ins Meer. Es war rührend die Menschen zu sehen, welche zum ersten Mal im Meer badeten. Viele stiessen die Wellen einfach um und sie schluckten Wasser und konnten sich kaum über Wasser halten, so mussten sie lachen. Die Freude und das Strahlen in den Gesichtern hat mich tief berührt.

Am nächsten Tag habe ich mich bereit gemacht nach Taranaga zu gehen. Ein Nachbarörtchen, bekannt für einen schönen Strand und mehrere Tauchschulen. Ich fand auf Anhieb den öffentlichen Bus. Hier kann man halten, wo man will. Man muss einfach genug laut rufen! Der Strand war jetzt aus meiner Sicht nicht die Wucht. Wurde mehrmals gefragt, ob ich mit dem Schiff nach Playa Grande wolle. Ich habe mich dann für den Fussweg über die Felskuppen entschieden, der mir eine wunderschöne Aussicht auf Tarananga und das Meer bot. Auf der anderen Seite runter, dah ich viele Menschen am Strand und im Meer. So beschloss ich, auf einer Treppe die Ruhe noch etwas zu geniessen, bevor ich mich ins Getümmel gebe. Ein älterer Mann kam an mir vorbei und hielt kurz inne, schaute mich an und sagte mir dann, dass ich eine wunderbare und schöne Frau sei. Ohne jeglichen anzüglichen Blick aber mit einem breiten Strahlen im Gesicht. Ist das nicht schön?? Unten am Strand fand ich kleines Plätzchen zum sitzen. Alles andere war mit Stühlen besetzt, die man mieten musste. Ich wollte jedoch nicht so lange bleiben. Auch hier waren viele Kolumbianer, welche hier Urlaub machen. Wieder sah ich Menschen, welche das erste Mal im Meer badeten mit einer riesen Freude und Begeisterung. Im ganzen Land ist vom Dezember bis Januar Ferienzeit. Ich lernte eine ganz nette Familie aus der Nähe von Medellin kennen. Ich zeigte Ihnen Bilder von der Schweiz. Sie waren beeindruckt und begeistert. Sie haben mir Medellin schmackhaft gemacht, wie schön es dort sei. Ich solle doch unbedingt dorthin kommen. Nach einem starken Coco loco entschied ich mich mit dem Schiff zurück zu fahren. Wieder mal auf einem Boot. Herrlich! Der Bus kam gerade her und einige von unserem Boot stiegen ein zurück nach Santa Marta.

Leider verpasste ich den Ausstieg und fuhr mit dem Bus weiter und weiter. Plötzlich entdeckte ich ein Einkaufscenter und stieg aus. Es muss brandneu sein, mit vielen mir bekannten Marken. Sehr modern. Ich kaufte Weihnachtsgeschenke für arme Kinder, welche ich heute im Hostel einpacken wollte. Das Hostel verteilt es dann an die bedürftigen Kinder. Ich zeichnete eine Berglanschaft und bemühte mich auf Spanisch ein paar Sätze für die Kinder zu schreiben. Ich hoffe, sie werden Freude daran haben.

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Letzte Tage in Costa Rica und Weiterreise nach Kolumbien

Letzte Tage in Costa Rica und Weiterreise nach Kolumbien

Der Besuch im Nationalpark Manuel Antonio war wunderschön und sehr heiss. Wir haben ein Faultier, zwei verschiedene Affenarten, Eichhörnchen, Iguana, Eidechsen und die ganz frechen Viecher, welche dir alles zum Rucksack aus stehlen 🙂 Die drei Strände waren wunderschön und laden zum Akühlen ein. Es gibt ganz viele Führer die mit speziellen Ferngläsern unterwegs sind. Man kann aber auch mit wachen Augen schon ganz viel sehen. Ein Besuch lohnt sich wirklich. Nun heisst es packen und fürs Fliegen bereit machen.

Am nächsten Tag sind wir über die Bergroute durch den Nationalpark Chirripo  nach San Jose gefahren. Leider war es neblig und versperrte die Sicht auf den höchsten Berg Chirripo und auch alle Berge rindsum. Es war trotzdem eine abwechslungsreiche Fahrt. Am Abend haben wir unser gemietetes Auto abgegeben, weil Markus schon früh zum Flughafen musste. Ein letzes Mal gemeinsam Nachtessen. Wir sind ins Hooters, das war am nächsten vom Hotel. Der Lärm war nach den ruhigen Tagen im Wald und am Strand, gewöhnungsbedürftig. Der Cesearsalad schmeckte aber vorzüglich. Nun heisst es wieder Abschied nehmen für eine laaaaaange Zeit.

Ich genoss den Tag noch im Luxushotel bevor ich ins Backpackers nach Alujela wechselte. Das einzig gute an dem Hostel war, der gratis Transfer zum Flughafen. Die Entscheidung nach Kolumbien zu fliegen, entstand aus einer Einladung eines workawyers der ein Segelhostel hatte, bei dem ich arbeiten wollte. Mein Gepäck war eigentlich nicht zum fliegen gedacht. Irgendwie geht das schon. Als ich gelesen habe das 2 Gepäckstücke erlaubt sind, wich meine anfängliche Nervosität. Alles hat bestens geklappt. San Jose nach Bogota – dort umsteigen – dann nach Barranquilla. Die Fluggesellschaft Avianca ist sehr modern und angenehm. Der grosse Flughafen in Bogota ist verzweigt und ich dachte mir, jetzt hast du dich verlaufen! Doch der Pfeil war in diese Richtung. Das Gate habe ich dann letztendlich ohne Hilfe gefunden. Bin ich stolz, hihihiii

Barranquilla ist die zweit grösste Stadt in Kolumbien und wahrlich nicht die Schönste. Ich versuchte mich wieder mit öffentlichem Bus fortzubewegen nach Pueto Colombia. Kleines Fischerdorf am Meer. Jeder den ich nach der Haltestelle fragte, zeigte mir einen anderen Platz auf der Karte. Etwas irritierend…… Ich fuhr mit einem überfüllten Bus und eine Frau erklärte mir, an der Busstation soll ich ein Motorrad nehmen (funktioniert wie ein Taxi). Natürlich ohne Helm. Na ja, ich hatte gar keine andere Wahl. Er fuhr mich durch das Dorf und lud mich am Strand aus und verlangte einen horenden Preis im Vergleich zum Bus. Egal, er soll ja auch was verdienen. Ich war etwas enttäuscht von dem vielen Dreck und Abfall überall. Ich machte einen Spaziergang dem Strand entlang und entschied mich zurück zu kehren. Ich nahm wieder den Bus Richtung Barranquilla und fuhr und fuhr und fuhr und wusste schon lange nicht mehr wo ich war. Als ich den Fluss ausmachte, stieg ich aus. Ich gönnte mir eine Limonade, welchse sie mit Limonen herstellen. Herrlich erfrischend. Die Stadt ist ein wildes Durcheinander mit kleinen Läden, Marktständen, welche frische Früchte feil boten, aber auch kleine Grillstände mit Spiesschen. Jeder versucht auf irgend eine weise Geld zu verdienen. Überall trifft man auf Losverkäufer. Das ist ein bisschen Nationalsport. Natürlich ist die kolumbianische Karibikmusik allgegenwärtig und in berauschender Lautstärke.

Das Hotel hat mir einen Tür zu Tür Transport nach Santa Marta organisiert für ca. CHF 9.00 für 2 Stunden Fahrt. Das Gepäck wurde auf das Auto geladen und jeder Platz ausgefüllt. Es war eine kleine Stadtrundfahrt bis wir Alle geladen hatten. Es war eine interessante Fahrt über einen schmalen Küstenstreifen, welcher das Meer von einem grösseren Salzsee trennte. Am Rand konnte man viele dicke Slazkrusten erkennen. Dieses Gebiet ist geschützt und gehört auch zu einem Nationalpark. DSCN0960 DSCN0975 DSCN0979 DSCN0982 DSCN0984 DSCN0993 DSCN0998 DSCN0990

Monteverde und Nationalpark Manuel Antonio

Monteverde und Nationalpark Manuel Antonio
  1. Noch etwas wacklig auf den Beinen und nicht im stande etwas zu essen, machten wir uns auf, den hoteleigenen Parktrail zu erkunden. Richtig wild und durcheinander ist dieser Wald. Man hat das Gefühl, alles sei im Gleichgewicht. Ich ziehe die frische Luft ganz tief in mich DSCN0794 DSCN0803DSCN0792 DSCN0842 DSCN0848 DSCN0851 DSCN0870 DSCN0878 DSCN0889 DSCN0891

ein und Fülle meine Lungen bis zum Anschlag. Wie gut das tut! Es ist angenehm kühl und ab und zu regnet es ein bisschen. Jeder Schritt bergauf ist sehr anstregend. Doch mit Hilfe von Markus stossen und ziehen ging es wunderbar. Irgendwie hatte ich das Gefühl noch etwas Aufregendes machen zu wollen. So sind wir in die „Stadt“ und ins nächste Informationscenter. Jede Adventureagentur hat sein eigenes Büro. Wir stolperten in die Selvatura rein. Schnell haben wir uns für eine Ziplinetour entschieden. 2 1/2 Stunden und die letzte Zipline geht 1000 Meter über sekundären Regenwald. Ich war froh zu erfahren, dass wir nicht viel zu Fuss bewältigen müssen. Nach bezahlung von 50$ pro Person, blieb noch genügend Zeit uns umzuziehen und vorzubereiten.

Bei Selvatura angekommen, wurden uns „Gstältli“ und Helm angepasst und Handschuhe verpasst, welche sicher bessere Zeiten gesehen und besser gerochen haben. Nichts desto Trotz sind wir in der Gruppe mit 5 Führern los zur ersten Zipline. Zuerst erfolgte eine Instruktion, wie wir uns verhalten, hängen und bremsen sollten. Es war einfach grandios. Davon hatte ich immer schon geträumt, als ich das erste Mal den Reiseführer gelesen hatte!! Es wäre jammer schade gewesen, hätte ich mich (trotz aller Vernunft) nicht dazu durch gerungen. Die letzte Zipline passierten wir zu zweit. Einen Kilometer über dem Wald. Es war rasend schnell und unglaublich imposant. Don’t miss it!

Danach war ich zwar ko, jedoch überglücklich. Es regnete wieder die ganze Nacht und der Wind war herftig. Wir packten wieder alles zusammen und machten uns auf den Weg zum Nationalpark Manuel Antonio. Wieder die 26 Kilometer zurück über die unbefestigte Strasse. Dies ersparte uns fast 100 Kilometer! Es ist verückt, noch am Morgen musste ich die dicke Jacke anziehen weil es so kühl war und schon ein paar Kilometer weiter und runter, trieb uns schon die Hitze wieder den Schweiss auf die Stirn.

Wir fuhren an grossen, kilometerlangen Palmenplantagen vorbei. Ich vermute um Palmoel herzustellen. Es war eine abwechslungsreiche Fahrt. Unterwegs haben wir in einem typischen Tico-Restaurant an der Strasse gegessen. Es war wirklich lecker (jedenfalls für Markus), ich konnte immer noch nichts essen. Ich zwang etwas Pommes in mich hinein….

Manuel Antonio ist sehr langezogen und viele Hotels und Restaurants kleben am Hügel. Wir hatten uns für ein Hotel in der Nähe des Nationalparks und Meer entschieden. Ein ruhiges Plätzchen wie es sich herausstellte. Die Nacht verbrachte ich mit Essigsocken. Das Fieber war innerhalb 2 Stunden Vergangenheit. Am nächsten Morgen sind extra früh aufgestangen um bald in den Park zu gehen, da dann am meisten Tiere zu sehen sind. Leider standen wir vor geschlossener Tür… Montag Geschlossen!! Tia, der gute Wille war da. Zurück haben wir uns für einen Ausflug mit dem Schiff bemüht. Wir hatten Glück, waren wir so früh dran. Es reichte noch für diesen Morgen. In fünf Minuten kommt uns der Shuttelbus abholen. Genial! Eine Stunde später fanden wir uns auf dem luxeriösesten Katamaran wieder den ich je gesehen habe. Cool, und so wenig Leute drauf (statt 150 waren es ca. 50). Wir fuhren los und schon bald haben wir eine Delfinschule entdeckt, die einem Fischcutter hinterher schwamm. Es war fantastisch den Tieren zu zu sehen wie sie spielten und sprangen. Immer wenn ich diese Tiere beobachte, habe ich Gänsehaut und Ehrfurcht. Danach haben wir uns Inseln und den Strand des Nationalparks angeschaut. Das Schnorcheln ist nur an einer Stelle erlaubt. Da waren schon 2 andere Schiffe und das Wasser so trüb, dass man beinahe keine Fische erkennen konnte. Ich genoss den Sprung vom obersten Deck ins Wasser. Ich liebe es! Auch eine grosse Rutsche hatte es. Doch die habe ich aussen vor gelassen, da es weder für Rüchen noch für Nacken gut ist. Danach wurde ein leckeres Essen serviert. Leider waren die 3 1/2 Stunden allzu schnell vorbei.

 

Abenteuerliche Reise nach Montezuma

Eigentlich ist eine Strasse auf der Karte eingezeichnet, die von Samara nach Montezuma führt. Was jedoch nicht ersichtlich war, dass wir 2 Flüsse überqueren müssen. Wir begegneten Franzosen, welche mit dem Auto durch den Fluss gefahren sind und danach der Motor futsch war. Auweia, was sollen wir bloss tun? Zurück ist unmöglich! Wir würden mehrere Stunden benötigen um nach Montezuma zu gelangen. Das Herzflattern setzte augenblicklich bei uns ein. Markus fand einen Einheimischer, der zum Glück etwas Englisch konnte. Er erkläre, dass dieser Fluss nicht so schwer sei zu durchqueren, wenn man wisse wie. Der zweite (was noch ein Fluss!!!!!) sei viel schwieriger, da er viel Kies enthalte und man sehr leicht stecken bleiben kann. Ach du Scheisse. Er bot uns an, den Wagen zu fahren. Wir sollen ihn dann einfach zurück bringen. Die Strecke entpuppte sich als sehr lange. Wir entschieden uns, ihm das Taxi zu bezahlen (ca. 80 Franken). Na ja, besser als eine Reparatur am Motor zu bezahlen. Übringends war das Auto beim ersten Fluss halb im Wasser!

Erleichtert über den Ausgang dieses Abenteuers, steuerten wir Montezuma an. Es war bereits dunkel, als wir das kleine Dörfchen der Aussteiger, Künstler und Artisten erreichten. Wir nahmen das Hotel am Ende der Strasse. Die Cabinas lagen mitten im Wald. Es war ein bisschen wie ein Hexenhäusschen. Schon etwas in die Jahre gekommen aber mit viel Charme. Eigene Holzterrasse mit neuer Hängematte. Am Morgen sassen wir beim Frühstück und konnten die Weisskopfäffchen von ganz nah beobachten. Sie spielten mit den aufgehängten Weihnachtskugeln und hangelten sie reihum auf den Bäumen und auf dem Dach des offenen Aufenthals- und Frühstückspavillon.

Irgendwie hatte ich gar keinen Hunger und musste das meiste des leckeren Frühstücks stehen lassen. Komisch dachte ich mir. Wir machten uns bereit für die Wanderung durch den Nationalpark. So langsam schöpfte ich einen Verdacht. Alle Glieder an meinem Körper schmerzten. Was ist nur los mit mir? Ich schleppte mich durch den Wald und mit jedem Schritt ging es mir schlechter. Wir mussten abkürzen und den Wasserfall, den wir nachher besuchen wollten, muss ich auch auslassen. Ich nahm Schmerzmittel und legte mich in die Hängematte mit einem nassen Tuch auf dem Kopf. Mir war hundeelend.

Markus marschierte alleine zum Wasserfall. Es war wunderschön, hatte aber schon ganz viele Leute im Wasser. Es lohnt sich die 30 Minuten rauf zu wandern.

Die Nacht verbrachte ich mit Schüttelfrost und schrecklichen Schmerzen. Wir entschieden uns trotzdem nach Monteverde zu fahren. Eine Einheimische Angestellte des Hotels hatte mir empfohlen mind. 3 Liter Traubensaft von der Marke Dos Piños zu trinken. Das beste gegen Denguefieber!

Wir fuhren nach Paquera. Dort geht die Fähre nach Puntaarenas. Es war eine schöne Überfahrt. Ich würgte den ersten Liter des Traubensaftes in mich hinein. Immer bedacht, dass er nicht gleich wieder rauskommt. Gott ist mir schlecht!

Die 22 unbefestigte Strasse bis nach Monteverde habe ich gut überstanden. Die Loged Monteverde Inn ist einfach der Hammer. Die Aussicht ist grandios. Ich kroch gleich ins Bett und das Fieber stieg und stieg. Markus machte mir meine Socken nass und packte sie in einen Plastiksack. Nach ein paar Stunden war das Fieber weg. Ich kann den Traubensaft schon nicht mehr riechen……. Nase zu und durch! Gott ist mir immer noch übel. Doch die Schmerzen lassen allmählich nach. Ich traute mich durch dDSCN0728 DSCN0739 DSCN0760 DSCN0765 DSCN0771 DSCN0778 DSCN0784 DSCN0792 DSCN0816 DSCN0841en Hoteleignen Dschungel zu gehen und den Wasserfall zu bestaunen. Mir fehlt einfach jegliche Kraft. Markus schob mich fortwährend forwärts. Wir entschieden uns, doch noch eine Ziplinetour oder Canopytour wie sie dort genannt wird, zu machen. Da muss ich ja nicht so viel laufen (das war dann doch ein Trugschluss). Auf jedenfall hat es riesen Spass gemacht. Die letzte Zipline war 1 km lang und ging über Primärwald. Sagenhaft. Die 50$ war es auf alle Fälle wert! Kann ich also jedem empfehlen.

Erschöpft aber überglücklich fiel ich ins Bett. Ein Gewitter zog auf und peitschte über das Dach. Wie gemütlich warm und trocken wir es doch unter der Decke haben.

Pazifikküste Halbinsel Nicoya

Von La Fortuna aus sind wir um den grossen Arenalsee gefahren. Manchmal sah es wirklich wie in der Schweiz aus. Auch die Strasse ging rauf und runter. Bei Liberia haben wir einen Essenshalt in einem „deutschen“ Restaurant, nur die Bretzel fehlten… Wir haben uns für eine Holzofenpizza entschieden, statt für Currywurst mit Sauerkraut! Sie schmeckte lecker. Hier bekommt man herrlich erfrischende Füchtedrinks mit Wasser oder Milch.

Nach langer Fahrt erreichten wir Playa Grande. Bekannt für die Eierablage der Leder-Schildkröte und dem Las Baulas Nationalpark. Im Hotel Bula Bula haben wir wiederum ein ruhiges und freundliches Hotel gefunden. 10 Gehminuten vom verlassenen Strand entfernt. Wir haben uns für eine Flussfahrt durch die Mangroven des Nationalparks entschieden. Es war wunderschön, doch leider wollte sich kein Krokodil zeigen. Dafür haben wir Affen, Vögel und Eidechsen gesehen.

Weiter ging es über Tamarindo nach Samara. Im Hotel Dolce Vita direkt am Meer wollten wir einchecken. Doch da war niemand. Als wäre das Hotel geschlossen. Irgendwann kam Eleonora, die neue Kellnerin und erklärte uns, dass das Restaurant am Montag geschlossen sei und daher die Chefin nicht da. Sie komme später. Eleonora war sehr freundlich und organisierte uns 2 frische Kokosnuss-Milch. Mhhhhh.. fein. Die Kokosnuss innen ist ganz weich und kann mit dem Löffel ausgekrazt werden. Der Strand von Samara ist wirklich wunderschön und hat riesige Wellen zu bieten. Hier kommen die Surfer voll auf Ihre Rechnung.  Da wir beide keine Surfer sind, haben wir uns für einen 2 1/2 stündigen Ritt auf 2 wohlerzognen Pferden. Wir haben auch ein Schildkrötenschutzprojekt besichtigt am Buenavista Strand. Da die Eier von einheimischen geraubt werden, graben die Tierschützer die Eier in der Nacht aus und vergraben sie an einem sicheren Ort. Nach ca. 50 Tagen schlüpfen die Schildkröten und werden von Hand ins Meer getragen. Danach konnte ich am Strand galoppieren. Wow, das war ein unblaubliches Gefühl. Den Nachmittag verbrachten wir am Strand. Zeit das Glücksgefühl zu konservieren! DSCN0499 DSCN0503 DSCN0508 DSCN0510 DSCN0514 DSCN0524 DSCN0527 DSCN0540 DSCN0544 DSCN0550 DSCN0555 DSCN0595 DSCN0605 DSCN0619 DSCN0645 DSCN0650 DSCN0661

2 Wochen auf Entdeckungstour durch Costa Rica

Das erste Etappenziel ist La Fortuna, nahe dem Vulkan Arenal. Üppige grüne Waldflächen wechseln hier mit Farmland und Plantagen für Bananen, Kaffee, Ingwer und Mangos ab. Im Motel Villas Eco Arenal habe wir eine wirklich ruhige und grosszügige Oase gefunden. Zum Frühstück gab es auch hier das traditionelle Costa Ricanische Reisgericht „Gallo Pinto“ mit schwarzen Bohnen und einem speziellen Gewürz. Dazu Rührei, Toast, frische Ananas, Wassermelonen und Papaya. Dazu konnten wir diverse Vögel beobachten wie z.B den Kolibri.

Wir fuhren zum Nationalpark Vulkan Arenal. Man muss sich bewusst sein, dass hier viele Strasse Naturstrassen sind mit Löchern wie der schweizer Emmentaler…. hihihi unser Mietauto hat jedoch alles unbeschadet überstanden. Der Park kostet 10$. Den Vulkan darf man nicht besteigen. Er ist immer noch aktiv. Wir haben uns für die längere Wegstrecke entschieden und wurden durch viele Regenwalseindrücke belohnt. Leider waren auch an diesem Tag die Wolken allgegenwärtig und die freie Sicht auf den Vulkan blieb uns verwehrt.

Danach wollten wir eigentlich mit dem Sky-Tram durch den Regenwald fahren. Doch die stolzen 45$ für die paar Minuten, waren mir definitv zu viel.DSCN0470 DSCN0475 DSCN0484 DSCN0482 DSCN0465 DSCN0464 DSCN0462 DSCN0440

Wir holperten noch weiter bis zu einem Schmetterlingscamp. Dort konnten wir das Projekt bestaunen und uns die Arbeit erklären lassen. Das Schutzprojekt ist auch aktive Vermehrungshilfe. Auch den Nationalschmetterling konnten wir in grosser Anzahl bestaunen.

Blauer Schmetterling IMAG3109 IMAG3119

Völlig los gelöst von der Erde…..

Da sitz ich nun im Dennys Diner und bestelle einen Hamburger. Ein tradiotionelles Restaurants mit typischen Costa Ricanischen Gerichten habe ich bis jetzt noch nicht gefungen. Da plötzlich höre ich aus dem Lautsprecher das Intro von… von – aber das kann doch nicht sein, dass ist ein deutsches Lied!

Vööööllig los gelöst von der Erde….. auf Englisch! Wahnsinn, noch nie gehört.

Nun hat das Warten ein Ende. Markus landet in wenigen Stunden. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit und die bevorstehende Rundreise.

28.11.2015