Roatan, Honduras – Another day in paradise!

Roatan, Honduras – Another day in paradise!

Ich sitze gemütlich, schwitzend auf der Terasse des Hotel Splash Inn in West End, mit direktem Blick aufs Meer und das Riff. Seit ein paar Tagen denke ich darüber nach, wie es sein wird in die wunderschöne Schweiz zurück zu kehren. Zurück in mein „altes“ oder eher „neues“ Leben? Ich ziehe in Gedanken Resumée über die wunderschönen Erlebnisse währen den letzten 5 Monaten auf meiner Reise. Was hat sich verändert? Wie habe ich mich verändert? Pass ich da noch in die enge Schweiz mit einem so erweiterten Horizont? Wer wirklich alles los gelassen hat, ist frei genug zu erkennen, was wirklich im Leben wichtig ist. Zum Glücklichsein braucht es nicht viel. Zufriedenheit mit dem was man hat, Selbstliebe, Freude am Leben, liebevolle Gedanken. Ich bin gespannt, was ich im Alltag alles umsetzen kann, ohne in alte Muster zu fallen. Ich habe gelernt auf mein Herz zu hören und Nein zu sagen, wenn ich Nein fühle. Es ist mir bewusst, dass das Abgrenzen (auch von Verpflichtungen) nicht einfach ist und mitunter auch Konsequenzen mit sich zieht. Menschen können sich von mir abwenden. Das macht mir heute keine Angst mehr. Ich liebe mich selbst und sorge für mich. Ich will mich nicht mehr für andere verbiegen. Soweit denke ich, habe ich  mich selbst gefunden. Etwas verrückt und für fast jedes Abenteuer bereit 🙂 Wer reist denn schon alleine mit 48 Jahren durch die Welt und schläft in 6er Schlafsälen mit meist jungen Leuten? Ich habe viel gelernt übers Reisen und sehr viele nette und interessante Menschen kennen gelernt.

Es ist ja nicht so, dass ich einen Ort gefunden hätte, der mir besser gefällt als die Schweiz. Darüber ist natürlich besonders mein Lebenspartner erleichtert 😉 Wir sind uns einig, dass meine Rückkehr sicher nicht einfach wird, oder doch? Ich beginne langsam die Sicherheit, Geborgenheit und ein Zuhause zu haben, zu vermissen. Ich nehme ganz viele Eindrücke mit nach Hause. Zum Glück muss ich das nicht einpacken, sonst hätte ich bestimmt Übergepäck 🙂 Nicht mal mehr einen Monat und ich werde mich mit Markus in New York auf dem Flughafen treffen. Ich habe es geschafft, dass ich nur gerade 13 Minuten vor ihm lande! Die Vorfreude ist riesig und es wird bestimmt ein sehr emotionaler Moment. Big Apple I’m on the way…..

Die Karibikinsel Roatan ist, wie Uttila, für die schönen und fischreichen Riffe bekannt. Ich bin ja hergekommen um mit Delfinen zu schwimmen und zu schnorcheln. Zuerst habe ich 2 Tage das sündhaft teuere Hotel genossen bevor ich zu Antony’s Key Resort gelaufen bin um mir meinen langersehnten Wunsch zu erfüllen. Das Delfinschwimmen war etwas sehr touristisch organisiert. Wir wurden in 5 Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhielt Einblick in das Delphinleben. Wir durften den Delphin berühren, auch die Zähne. Einem Delphin so nahe zu sein war einfach unglaublich schön. Natürlich durften die teueren Photos nicht fehlen. Die eigenen Kameras waren nur einmal erlaubt. Das Schnorcheln mit den Delphinen war leider etwas kurz, da die Delphine ca. 7 Minuten brauchen um die Menschen abzuchecken, welche sich um sie tummeln. Mehr und mehr kamen sie näher. Einmal habe ich mich erschreckt, als ein Delphin von hinten ganz nah zur mir kam und mir seine vielen Zähne zeigte. Es war einfach toll. Die Delphine können ins offene Meer schwimmen, das finde ich super.

Wer gut schwimmen kann, kann von dem Steg aus zum Riff schnorcheln. Ca. 500 Meter. Aufpassen muss man hier nur auf die vielen Tauchboote und Wassertaxis die diesen Weg kreuzen. Es ist nicht vergleichbar mit dem Riff in Sharm el Sheik. Hier hat es viel weniger Fische und das Riff ist nicht so steil abfallend. Dennoch war ich fasziniert von der Artenvielfalt und dem Verhalten der kleinen und grossen Fische. Einmal hatte ich das grosse Glück, einer Meeresschildkröte hinterher zu schnorcheln. Wow, was für ein berührendes Erlebnis. Ohne es zu planen, wurde auch dieser sehnliche Wunsch erfüllt. So happy, happy, happy! Another day in paradise….

Nach 4 Nächten habe ich von Sandy Bay nach West End gewechselt. 2 Tage habe ich mir einen Scooter gemietet. Herrlich so frei durch die Gegend zu fahren. Auf der anderen Seite befindet sich Coxen Hole (der Hauptort). Dort ankerte gerade ein Riesenkreuzfahrtschiff (Norwegian Dew) mit 3400 Gästen an Bord. Ich bin gerade noch vorher durch den Ort gekurvt, bevor die vielen Kreuzfahrer die Strassen verstopfen… Auf dieser Seite hat es fast beinahe keine Touristen. Umsomehr Inselbewohne in den typischen Behausungen auf Stelzen und sehr farbig bemalt. Auch hier gibt es sehr arme Leute. Es gab ein paar wenige Aussichtspunkte. Ansonsten bietet die Insel nicht viel. Am zweiten Tag bin ich dann nach West Bay. Dort erwartete mich ein wunderschöner Sandstrand und gemütliche Restaurants. Es gibt fast soviele Tauchschulen wie Restaurants. Weiss nicht, wie die alle überleben. Im Moment ist Nebensaison und alle Inselbewohner buhlen um jeden Touristen. Ich kann leider nichts mehr kaufen. Jeder Platz im Gepäck ist ausgefüllt. Auf dem Flughafen habe ich mir noch 3 keine Flaschen Flor de Caña gekauft. DEN RUM in Zentralamerika!

Heute ist mein letzter Tag. Zeit nochmals ins Wasser zu hechten und die Fische und Korallen zu bewundern. Wow und was ich für ein Glück hatte!! Gleich 2 jungen Karotschildkröten bin ich begegnet. Wie schnell die durchs Wasser gleiten können…. ohne Flossen hatte ich keine Chance. Auch einen Spitzschwanz-Schlangen-Aal konnte ich beobachten. Zuerst dachte ich wirklich an eine Wasserschlange und nahm automatisch etwas mehr Abstand.  Einmal befand ich mich in einem Schwarm „gestreifter Sergeant“ und einem grossen „Grauen Kaiserfisch“. Sie waren alle ganz neugierig und schwammen immer in meiner Richtung. Sie kamen alle ganz nah, berührten mich jedoch nicht. Ich stand unter Beobachtung….. hahaha. Es war ungewöhnlich und sehr berührend in diesem Schwarm zu schwimmen, als wäre ich ein Teil dieser Unterwasserwelt. Auch der grosse graue Kaiserfisch kam ganz nahe und blickte mich direkt an, als würde er mich mustern. Ich war tief beeindruckt und dankbar für dieses Geschenk. Ich bereute es sehr, keine Unterwasserkamera dabei zu haben. Zu guter Letzt traff ich auf einen Barrakuda und keine 3 Meter vom Steg weg, überreachten mich 4 grosse Kurznasenmakrelen, welche im Gras nach Nahrung suchten. Einfach unbeschreiblich schön unsere Natur!

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Granada, Nicaragua

Granada, Nicaragua

Da der Wasserpegel seit 3 Monaten stetig gesunken ist, wurde die Fährverbindung nach Granada eingestellt. Schade, hatte mich so auf die Überfahrt gefreut. So ging es wieder zurück nach San Jorge und mit dem Bus nach Granada. Ich konnte zum Glück mit drei anderen das Taxi teilen. Der Taxichauffeur erklärte mir, dass am Sonntag fast kein Bus nach Granada fahre, da heute niemand gerne arbeite und bot eine Fahrt für 30$ an. Ich wollte trotzdem zum Busbahnhof. Viele Taxichauffeure wollten mich darauf hin nach Granada fahren und tischten mir Märchen auf, dass erst in 2 Stunden wieder ein Bus fahre etc. Ich kam zum Busterminal und konnte sofort einsteigen. 15 Minuten später ist der Chicken-Bus vollgestopft Richtung Granada los gerattert.

Im Bus begegnete ich Ewa aus Polen. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Leider hatte mein Hostal kein Platz mehr. Ich begleitete Sie bis in das historische/touristiesche Zentrum zum Granada Mia, auch ein Hostal. In dieser Fussgängerzone reiht sich ein Restaurant an das Andere. Viele Köstlichkeiten zur Auswahl inkl. italienische Gelati! Die Preise waren um einiges Höher als in Ometepe. Den Vulkan Bachanga lies ich links liegen, da der Transport 40$ gekostet hätte für einen 2 stündigen Kraterwalk. Ich werde ja wohl mit Markus noch ein paar in Indonesien besteigen dürfen ;-)) Das reicht. Ich habe mit Britta am Nachmittag eine Bootsfahrt um die vielen Inseln gemacht. Auch hier können nur die reichen eine Insel kaufen… wir konnten ein paar wunderschöne Villen bestaunen. Am nächsten Tag bin ich mit Ewa zum Vulkansee Apoyo. Wir chillten in der Hängematte und ich ging ein paar Mal schwimmen. Herrlich! Auch dieser Ausflug machten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Immer wieder ein Abenteuer! Ein paar Jungs hatten zuviel getrunken und einer musste sich dann übergeben. Zum Glück sass er am offenen Fenster 😉

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Wie jeden morgen um 07.00 Uhr begab ich mich zum Seeufer um Yoga zu machen und zu meditieren. Wie gut das tut. Ich wartete im Liegestuhl auf mein Taxi um 03.00 Uhr morgens für nach Managua. Der Flug nach San Salvador, startete sogar eine Viertelstunde früher. Dort musste ich in eine Propellermaschine umsteigen für nach Roatan, Honduras. Dort wurde ich abgeholt vom Hotel. Ich war ja sehr gespannt, hatte ich mir doch für einmal ein teureres Beachhotel ausgesucht. Leider war es ernüchternd und das Preis-Leistungsverhältnis stimmte für mich überhaupt nicht. Ich reduzierte auf 4 Nächte und suchte mir für die anderen 5 Nächte etwas anderes.

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Welcome at Ometepe, Nicaragua

Welcome at Ometepe, Nicaragua

Endlich gehts weiter Richtung Nicaragua. Von Cahuita ist es in einem Tag nicht zu schaffen. Deshalb habe ich in San Jose, der Hauptstadt Costa Ricas, im Hostel Costa Rica Backpackers eine Nacht im Dorm gebucht. Nach knapp 5 Stunden sind wir angekommen und als erstes bekam ich die Information eines Taxifahrers, dass am nächsten Tag ganz San Jose die Buse und Taxis streiken, wegen den Benzinpreisen. Es gäbe kein Rauskommen aus der Stadt. Es wäre besser, ich würde in Alujela übernachten und von dort ein Bus nehmen. Er hat mir alle Telefone erledigt und mich zu einem günstigen Hotel gebracht. Was mehr als eine Absteige war…. 35$ für ein Doppelzimmer. Die Preise in Costa Rica sind enorm hoch im Verhältnis zur Qualität. Egal für eine Nacht. Der Bus fuhr dann erst um 6.30 Uhr und ich wartete fast eine Stunde am Busbahnhof. Der Bus war nahezu voll. Ich sass neben einem sehr nervösen älteren Mann, dem es sichtlich unangenehm war, eine weibliche Sitznachbarin zu haben. Ich habe dem jedoch keine Beachtung geschenkt. Nach 6 1/2 Stunden erreichten wir Peñas Blancas, die Grenze. Kaum ein Fuss auf dem Boden, schon wollten Sie Geld wechseln, Tuc-Tuc anbieten etc. Zuerst muss mann bei der Grenze von Costa Rica eine Ausreisegebühr von 8$ bezahlen. Dann geht es zum Genzposten Costa Rica für den Ausreisestempel. Auch muss man ein Formular ausfüllen für den Zoll von Nicaragua. Danach geht es einen Kilometer über grenzloses Gebiet zum anderen Zoll. Dort zahlt man zuerst 3$ Ankommenssteuer und dann wird der Pass geprüft und zu guter Letzt wird das Gepäck durchleuchtet. Der ganze Prozess inklusive Anstehen, dauert eine Stunde. Danach konnte ich gleich in den nächsten Chicken-Bus einsteigen und nach Rivas fahren für 2$, ca. 30 Minuten Fahrzeit. Von dort muss man ein Taxi zur Ablegestelle der Fähre nach Ometepe nehmen. Ich hatte Glück und konnte schon nach 45 Minuten mit dem Schiff fahren. Ein kühles Glas Wein an der Beachbar mit dem herrlichen Blich auf die beiden Vulkane Conception und Madersas, war ein Gedicht. Leider habe ich zwischen Taxi und Ticketkauf, meine Tasche mit meiner Lieblingsjacke verloren 🙁 ich hatte leider keine Zeit mehr, um herum zufragen. Schade….. mit Verlust muss man rechnen auf so einer Reise.

Die Überfahrt dauert eine Stunde nach Moyagalpa. Ich habe den Wind und die Wellen sehr genossen. Das Hostel The Landing war nur 500 Meter von der Anlegestelle entfernt und war sehr nett. Am nächsten Tag hab ich mir eine Vespa gemietet für 20$. Die Strassen sind nicht sehr stark befahren. Nur ab und zu waren Pferde, Kühe und Hüner im Weg. Es war ein herrliches Gefühl mit der Vespa zu fahren. Ein Stück Freiheit, Unabhängikeit und Erinnerungen an meine Italien-Urlaube. Die Landschaft ist sehr karg und ausgetrocknet. Es erinnerte mich teilweise an Namibia. Auch die Hitze war ähnlich, 35° Grad im Schatten. Ich bin zuerst auf die andere Seite der Insel gefahren. Dort befindet sich ein grösseres Dorf mit 5 alten Steinskulpturen, welche Totemtiere darstellen. Daneben wird eine alte, zerfallene Kirche wieder neu aufgebaut. Das frische Zedernholz lockte mich in die Bauruine und ich begann mit den Schreinern zu reden. Er zeigte mir mit grosser Freude, was sie schon alles gemacht haben und das der erste Priester aus Polen von 1902 – 1963 hier gearbeitet hat. Plötzlich hatte ich das Gefühl, dass etwas in meiner Tasche fehlte. Ich fand mein Portemonnaie nicht mehr. WEG! Wie kann das sein? Ich bin niemandem begegnet, ausser in der Bauruine und habe Photos gemacht. In völliger Verzweiflung habe ich meine Tasche 3 mal auseinander genommen. Vergeblich. Es war einfach weg! Ich ging zur Polizei, welche nicht anwesend war und bin wieder zurück zur Kirche. Da kam mir einer der Arbeiter entgegen und deutete mir an mit ihm zu kommen, er hätte etwas für mich. Ich soll einen Augenblick warten. Da kam er plötzlich mit meinem Portemonnaie daher. Ich war überglücklich. Ich habe nicht alles auf Spanisch verstanden. Er hat sich mehrmals entschuldigt und er war beschämt. Ich habe ihm dann einen grossen Batzen in die Hände gedrückt obwohl er es nicht annehmen wollte, er soll etwas für alle kaufen.

Total erleichtert und glücklich fuhr ich dann zum Hauptstrand Santo Domingo. Dort fand ich ein nettes Restaurant direkt am Strand mit Blick auf den See. Ich genoss einen super leckeren Piña Colada und beruhigte mich erst mal vom Schock. Das Baden erwies sich als etwas schwierig. Der Wasserstand ist nicht sehr hoch und die Neigung der Wassertiefe ganz wenig. Nach etwa 150 Meter im See, reichte mir das Wasser bis zu den Knien. Danach etwas Sonne tanken und lesen. Weiter ging es Richtung Vulkan Maderas bis die Strasse nicht mehr (asphaltiert kann ich gar nicht sagen) gepflastert war. Hier besteht die Strasse aus Pflastersteinen wegen der Hitze. Zurück auf der Hauptstrasse fuhr ich bis zum Oijo de Agua. Ein Halbnaturbad. Das Wasser ist sehr frisch und klar. Um das betonierte Becken gab es Liegestühle, eine Bar und ein Pendel zum rein hüpfen. Umgeben von vielen Bäumen und Pflanzen. Eine wundervolle Oase. Danach wollte ich eigentlich noch zum Punkt Maria de Jesus. Dort soll der Sonnenuntergang am Schönsten sein. Doch je weiter ich gefahren bin, je mehr sank die Sonne und ich war zu spät. Na dann halt morgen.

Am nächsten Tag bin ich mit einem Pferd um 8.30 Uhr los Richtung Vulkan Conception. Es war ein wunderschöner Ritt durch den Wald. Mehr und mehr gewannen wir an Höhe und die Aussicht wurde atemberaubend. Am Schluss sind wir noch etwa 100 Höhenmeter zu Fuss gegangen. Ich habe mich hingesetzt und die Ruhe, den Wind und den herrlichen Blick über die Insel und den See genossen. Nach ein paar Photos ging es wieder zurück. Da sind uns nahe den Pferden mehrer Affen begegnet, die wie aus nächster Nähe beobachten konnten. Einfach toll! Zurück gings dann im Trap und einmal sogar im Galopp. War cool, obwohl mir der Hintern nach 5 Stunden reiten schon beträchlich weh tat :-)))

Am Nachmittag mietete ich dann nochmals einen Scooter und bin zu einem anderen schönen Strand gefahren. Etwas chillen und um 5 zum Park Maria de Jesus fahren und den Sonnenuntergang geniessen. Dort kann man 1 Kilometer weit in den See hinaus spazieren und hat eine wunderschöne Sicht auf die Insel. Der nächste Tag begann früh. Um 4.30 Uhr aufstehen und um 5 Uhr losfahren. Heute gilt es Ernst. Mit Arcelia (Guide) will ich den Vulkan Maderas besteigen. Ca. 8 Stunden Marschzeit stehen uns bevor. Um sechs Uhr waren wir bei der Finca und haben uns mit einem leckeren Frühstück (Gallo Pinto und Gemüse) gestärkt. 07.10 Uhr Abmarsch. Anfangs hat es noch etwas geregnet. Das hat die Luft gereinigt und etwas abgekühlt. Die ersten 600 Höhenmeter waren einfach und mühelos. Doch dann gegann die wirkliche Herausforderung. Matsch und Pfützen überall und sehr rutschig auf Stein und Holz. Um 11.15 Uhr haben wir den höchsten Punkt erreicht. Unspektakulär, da man durch den Wald keine freie Sicht hat. Nochmals 100 Meter runter und wir erreichten den Kratersee. Triefend vor Dreck, jedoch überglücklich!! Anfangs war noch viel Nebel und wir konnten kaum etwas erkennen. Doch nach einer Viertelstunde kam die Sonne und wir wurden mit einem herrlichen Blick belohnt. Der Abstieg verlangte alles ab von mir. Jeder Tritt musste sicher sein, ansonsten rutschte man in den Dreck. Die Beine zitterten und waren am Anschlag. Nach guten 8 Stunden kehrten wir zur Finca zurück. Erschöpft, überglücklich und mega stolz! So nun ein Piña Colada am Strand….. welche Belohnung. Gemütlich sind wir mit dem Scooter zurück und Schuhe und Wäsche waschen 😉

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Cahuita, Costa Rica

Cahuita, Costa Rica

Nun wurde mein Voluntärtraum doch noch wahr. Im Hotel Magellan Inn durfte ich über 4 Wochen für Gäste und die Familie kochen. Den langersehnten Wunsch nach richtigem Brot, konnte ich hier verwirklichen. Selbstgebacken natürlich! Auch Zopf habe ich zweimal gemacht und er war im Nu verschwunden. Es hat riesen Spass gemacht vegetrarisch zu Kochen. Ich habe viele neue Rezepte ausprobiert. Dabei war mir Chefkoch.de und Pinterest eine sehr nützliche Hilfe. Über Semana Santa hatten wir zum Glück keine Gäste für Yogaretreats oder Pferdetreckings. Es war auch so die Hölle los! Da hat ganz Süd- und Zentralamerika Ferien.

Johanna, die andere Voluntärin, welche die Pferde trainiert und pflegt, und ich, wohnten in einem kleinen Beachhaus. Etwa 5 Gehminuten vom Hotel, 200 Meter zum Strand. 2 Pferde weideten ums Haus und Nachts wachte Felix, der Riesenschnauzer, über uns. Die starke Brandung war wie Einschlafmusik für mich und oft regnete es Nachts, was die Luft angenehm abkühlte. Ich genoss die Dschungelgeräusche der vielen Tiere und ab und zu erschreckten mich die leuchtenden Fliegen auf dem Nachhauseweg. Wie LED Leuchten fliegen sie durch die Nacht. Ein herrliches Schauspiel. Cahuita ist ein kleines Dorf mit ein paar kleinen Läden und einigen Restaurants und Hotels. Es gibt verschiedene Strände, wo sich selten viele Leute tummeln. Der Nationalpark ist wunderschöne und kann mit oder ohne Guide besucht werden. Es gibt viele Tiere zu sehen und der lange Sandstrand ohne grossen Wellen, laden geradezu zum Baden ein. Man kann hier auch nachts eine Tour buchen, welche einem das Nachtleben der Tiere näher bringt inklusive den Krokodilen im Fluss! Ab und zu besuchten uns auch Faultiere oder Tucane im Hotel. Wildlife vor der Nase. Das Hotel selbst beherbergt 8 Pferde, 3 Hunde, 3 Katzen, einen Arapapagei und 2 kleinere Papageien. Ach und noch eine ganze Hünerfarm mit den verschiedensten Hünern und Hähnen. Einer musste weggegeben werden, da er sich immer mit den anderen gestritten hat. Natürlich gab es auch etliche andere Tierchen wie Moskitos, die mich trotz Spray gestochen haben. Küchenschaben in jeder Grösse, Ameisen kleine und grosse, Salamander, Frösche, Kröten und eine Vielzahl verschiedener Spinnen. Einmal kam sogar eine ganze Ameisenkolonie. Hier bleiben sie ein- zwei Tage bis alles sauber geputzt ist. Doch dann muss man das Haus verlassen, weil dann 10’000ende Ameisen das Haus belagern. Finden sie nichts mehr zum verwerten, ziehen sie weiter. Eigentlich eine ganz tolle Sache. Doch in einem Hotel nicht gerade wünschenswert. Jack, der Papagei hat schon sehr früh mit lautem Geschrei auf die Ameisen aufmerksam gemacht und uns davor gewarnt. Die Ameisen haben sich auf einem Baum gesammelt und nachdem mehrere Späher (Auskundschafter – grössere Ameisen) grünes Licht gegeben haben, sind sie Richtung Haus geströmt. Wir konnten Sie mit Besen und einer Salzlinie und danach mit einem Giftspray zur Umkehr bewegen. Es war spannend und interessant zu sehen, wie sie formiert Richtung Dschungel davon gingen. Definitiv nicht meine Lieblingstiere.

Ich habe 6 Tage gearbeitet und einen Freitag gehabt für Kost und Logis. Ein paar Mal durfte ich auch mit Johanna eine Stunde reiten gehen. In der letzten Woche durfte ich sogar an einem Yogaretreat teilnehmen. Frühmorgens Lektionen, täglich Yoga mit den Pferden und Abends nochmals Lektionen. Das hat sehr viel Spass gemacht, obwohl das Kochen gut vorbereitet werden musste, damit es mit der Zeit aufging.

Als ich ankam, hatte ich mir mein Becken und die Wirbelsäule irgendswie blockiert. Ich hatte solche Schmerzen, dass ich nicht mehr richtig gehen konnte und aufrichten war gar nicht mehr möglich. Mit den mitgebrachten Schmerzmittel konnte ich mich einigermassen bewegen und arbeiten. Terry, die Hotelbesitzerin, kannte eine gute Masseurin, welche auch Chiropraktiken anwendet. So musste ich 4 Tage aushalten, bis ich einen Termin bei Ihr buchen konnte. Sie hat mich drei mal behandelt und Terry und Martina haben mich energetisch behandelt. Es ging mir dann von Tag zu Tag besser. So gut, dass ich an externen Yoga- und Zumbastunden teilnehmen konnte. Langsam kam wieder Lebensfreude auf. Mein Körper hat mir wieder mal klar gemacht, woran ich seelisch arbeiten muss. Ich habe mich daher mit alten Themen aus meiner Kindheit und Jugend beschäftigen dürfen. Was ich längst als erledigt erachtet hatte, traf mich mit voller Wucht. Martina, mein Engel aus Darmstadt, hat mich in dieser Zeit sehr liebevoll unterstützt und mir bei der Heilung geholfen. Das hat mich wieder einige Schritte mir selber näher gebracht und ich bin dankbar für diese Möglichkeit. Das war ja auch der eigentliche Grund meiner Reise. Zu mir selber zu finden, wer ich wirklich bin und nicht wie mich mein Umfeld haben möchte. Das ist gar nicht so einfach, weil wir in all den Jahren vergessen haben, wer wir wirlich sind!

Hier bekam ich die Möglichkeit wieder zu lernen im Moment zu leben, Freude zu haben, einfach verrückt zu sein und zu lachen! Der Hund Felix war mir bei den morgendlichen Strandspaziergängen ein treuer Lehrer. Johanna mit ihrer ansteckenden guten Laune hat mich ebenfalls inspiriert und Fröhlichkeit gelehrt. Ich bin so erfüllt und dankbar. Unendliches Glück macht sich in meinem Herzen breit. Mein inneres Licht leuchtet mehr und mehr. Ich hoffe sehr, dies in meinen Alltag zu Hause integrieren zu können. Es ist mir bewusst, dass das nicht einfach sein wird. Ich werde mich jedoch ganz bestimmt an viele der freudvollen und glücklichen Momente hier in Cahuita mit Mensch und Tier erinnern.

LIFE IS BEAUTIFUL!

 

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Panama – Bocas del Toro

Panama – Bocas del Toro

Die Reise von Bogota nach Panama City wurde zum Albtraum. Das erste Mal auf meiner Reise war ich den Tränen nahe. Es ist eine lange Geschichte, welche ich nicht bis ins Detail schildern will. Jedenfalls kamen viele unglücklich Umstände zusammen. Ich verlor viel Geld, meine Nerven und meinen Flug. Um 01.30 Uhr kam ich sehr müde und entnervt in Albrook, Panama City, bei einem mir unbekannten Couchsurfer an. Ich habe im Taxi gebetet, dass mir jemand die Türe öffenen würde zu so später Stunde. Und da war wirklich noch jemand auf und nahm mich in Empfang. Wie sich herausstellte auch ein Couchsurfer. Ich hatte mit Boris (Couchsurfer aus Chile, den ich über Couchsurfing kennenlernte) am nächsten Tag eine partielle Kanaldurchfahrt gebucht. Zuerst war Treffpunkt 6.30 Uhr, doch zu meinem Glück verschob es sich auf 08.30 Uhr! So konnte ich etwas länger schlafen.

Boris war bereits am Treffpunkt eingetroffen und war sichtlich erleichtert mich zu sehen. Wir fuhren zuerst 1 1/2 Stunden mit dem Car zum Einsteigeort. Dort angekommen, war ich von dem alten Kahn etwas enttäuscht. Bezahlten wir doch 120 $ für die 5 Stunden. Das Essen war jedoch wirklich der Hammer und sogar ein kleines Salatbuffet gab es. Getränke frei, ausser Alkohl. Ein Tourguide erzählte viel Interessantes über die Geschichte des Kanals und über die Gegenwart. Wir haben viel nette Leute kennen gelernt und viel diskutiert. Als wir zurück waren um 15.00 Uhr blieb noch genug Zeit um die historische Altstadt von Panama anzusehen. Viele der Kolonialbauten wurden restauriert, viele sind aber auch am Verfallen. Genüsslich habe ich in einer netten Gartenwirtschaft ein kühles Glas Weisswein getrunken und aufs Meer hinausgeblickt. Von der Altstadt aus hat man einen wundervollen Blick auf die Skyline der modernen Stadt Panama. Jedoch auch hier gibt es grosse Armut und man sollte Abends gewisse Stadteile meiden. Zurück im Couchsurfer-Haus lernte ich alle anderen Couchsurfer-Mitbewohner kennen. Insgesamt 7 ohne den Gastgeber Oliv. Er ist ein wirklich sehr netter Typ und hat wohl gerne Betrieb um sich herum. Ein paar haben dann das Kochen übernommen und ich habe den Wein bezahlt. Es war ein lustiger multikulti Abend und ich bin müde in mein Airbed gefallen. Früh morgens um 05.00 Uhr habe ich mit der wirklich gut funktionierenden Taxi-App ein Taxi bestellt. Er hat mich zwar nicht auf Anhieb gefunden, doch es klappte dann doch noch bis zum Flughafen von Albrook. Ich weiss ja nicht wie die Taxifahrer so arbeiten können. Die haben kein Wechselgeld und du kannst von Glück sagen, wenn sie dich finden!

Boris wartete schon am Eingang auf mich und half mir beim Einchecken. Da ich 5 Kilo Übergepäck hatte, musste ich 14$ drauf bezahlen. Na ja, ich bin schon Stolz überhaupt nur 21 Kilo mein Gepäck zu nennen 😉 Der Flug nach Bocas del Toro war angenehm und nach einer Stunde bereits vorbei. Auch hier mussten wir einen Inselobulus entrichten. Doch auch hier hatte sie kein Wechselgeld und wir mussten warten, bis die Dame Wechselgeld organisiert hatte. Für mich manchmal unverständlich…….

Auf dem Weg zum Wassertaxi, sah ich ein Angebot für den Transport nach Cahuita. Super, dann muss ich mich nicht mehr darum kümmern! $ 34 von Bocas nach Cahuita. Das Wassertaxi brachte uns für $ 3 zum Bubbas House, unserem Hostel auf der Insel Bastimentos. Das Hotel liegt auf dem Wasser und hat eine eigene Schiffsanlegestelle. Sehr gemütlich und paradiesisch anmutend. Wir haben 2 Betten im 6er Schlafsaal reserviert. Duschen mit Frischwasser war nur um 08.00 Uhr morgens und 18.00 Uhr abends möglich und nur solange Wasser kam…… Das war manchmal etwas doof, wenn man auf dem Klo nicht spülen und sich danach die Hände nicht waschen kann. Gehört eben dazu. Ich habe noch am gleichen Tag eine Schnorcheltour mitgemacht. Das Boot hat mich zu diversen Plätzen gebracht, inklusive einem 2 1/2 Std. Aufenthalt im Nationalpark Zapatillas. Es war wunderschön! Das Wasser angenehm warm. Leider zogen Regenwolken auf und der angesagte Sonnenuntergang fiel buchstäblich ins Wasser. Wir haben uns bei strömendem Regen in einer Beachbar einen Apèro genehmigt. Herrlich diese Cocktails! Durchnässt sind wir nach Bastimentos zurück gekehrt. Am nächsten Tag genoss ich die Stille am Meer und las in meinem Buch. Am Nachmittag sind Boris und ich nach Bocas um Geld vom Bankomaten zu holen, weil das Hostel nur Bargeld akzeptiert. Wir haben in einem der zahlreichen Restaurants am Wasser zu Abend gegessen und genüsslich ein Glas Wein getrunken.

Der nächste Tag begann vielversprechend sonnig und warm. Wir entschieden uns mit 2 Anderen vom Hostel zur nächstgelegenen Beach mit dem Wassertaxi zu fahren. Leider zogen bald wieder Wolken auf und es wurde kühl. Nicht optimales Beachwetter. Dennoch genossen wir ein feines Mittag-/Nachtessen mit Blick auf das Meer und die Inseln. Am Abend hiess es dann schon wieder packen und mit dem Wassertaxi um 07.30 Uhr nach Bocas zu fahren. Auf nach Cahuita, Costa Rica…….

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