You betta Belize it!

You betta Belize it!

Es war zwar kein Traum von mir auf einem Flughafen zu übernachten, jedoch etwas, was ich bisher noch nie gemacht habe. Da ich von Roatan, Honduras über San Salvador nach Mangua geflogen bin, musste ich bis 04.00 Uhr warten, um einzuchecken. Um 06.15 Uhr gings dann wieder von Managua nach San Salvador. Von dort nach Belize City. Mit dem Taxi zum Busbahnhof. Dort wartete ich auf den Chicken-Bus (Name der Einheimischen für öffentliche Buse). Der Bus war zum bersten voll und ich hatte Glück noch einen Sitzplatz zu ergattern. Der Fahrtwind kühlte die Hitze im Bus etwas runter. Mit den vielen Stopps kamen wir nach ca. 2 1/2 Stunden in San Igancio an. Das Hotel Venus war zum Glück vom Bus aus zu sehen. San Ignacio ist ein kleines Städtchen am Fluss. Geprägt von den vielen Einflüssen durch verschiedene Kulturen und natürlich durch den Tourismus. Ich buchte noch am selben Abend ein Pferdetrekking zum Mayatempel Xunantunich (Stone Lady). Morgens suchte ich ein Kaffe vergebens. Hier gibt es auch im Restaurants nur Filterkaffee. Um 08.30 Uhr holte mich die Dame der St. Laurence-Stallung ab. Einse sehr zierliche und sehr sympathische Frau. Wir fuhren ein paar Kilometer raus zur Farm. Dort warteten bereits unsere beiden Pferde. Helm montiert und los gings. Es war ein wunderschöner Ritt dem Fluss entlang. Sie erklärte mir viele Pflanzen und Bäume. Auch die Diskrepanzen zwischen Guatemala und Belize. Was reiner politischer Natur sei. Die Leute hätten keine Probleme miteienander. Da sind wir schon bei einer Fähre angelangt, welche uns über den Fluss fuhr. Danach waren wir sehr schnell bei den Ruinen der Maya. Der Besuch kostet auch hier Eintritt und bei der Grösse der Anlage, kann ich das auch sehr gut verstehen. Ich war überrascht über die Grösse der verschiedenen Tempel. Die Anlagen wurden immer auf dem höchsten Punkt errichtet. Die Anlage entstand wie jede Mayawohnstätte in diversen Etappen. Die Hiroglyphen kamen erst später zum Vorschein, da eine Steinmauer die Zeichen verbarg. Sie sind sehr gut erhalten und ich betrachte sie mit grosser Ehrfurcht. Stehe ich doch auf einem Platz der mehrere tausend Jahre alt ist. Der Blick vom höchsten Gebäude ist einfach umwerfend. In der Maya Zeit durfte nur der Anführer sich dort aufhalten.

Der Ballcourt ist ein Rechteck mit seitlichen Wänden. Die Mayas spielten wohl als erste Ballspiel. Der Ball bestand aus Gummiharz, welches von einem Baum gewonnen wurde. Gespiel wurde ohne Hände und Füssen und der Ball durfte den Boden nicht berühren. Am meisten wurde das vordere Becken und die Schultern zum spielen benutzt. Gemäss Nachforschungen wurde nur zu speziellen Anlässen gespielt. Einer aus der Verlierergruppe wurde geopfert.

Wir ritten gemütlich zurück und fuhren mit dem Auto nach San Antonio. Ein Ort neben San Ignacio um die nächste Maya-Ruine Cahal Pech zu besichtigen. Schon interessant, wie sich die Energie von Ort zu Ort ändern kann. Hier waren sogar noch ganz Schlafkammern erhalten mit steineren Betten. Kleine aber interssante Anlage! Am Nachmittag war genügend Zeit um meine Haare wieder mal zu färben. Für 25$! Eigentlich wollte ich nach Caracol um eine weitere, grosse Maya-Stätte zu bestaunen. Doch fand keine Tour statt, weil ich die Einzige war 🙁

So machte ich mich am nächsten Tag auf den Weg. Nach dem Bargeldbezug wollte ich noch kurz einen Kaffee trinken und kam dabei mit einem Solothurner ins Gespräch, welcher sich nach 2 1/2 Jahren reisen mit dem Fahrrad, in San Ignacio nieder gelassen hat. Seine Geschichte war überaus spannend und die Zeit verflog im Nu. Bald musste ich mich sputen um auszuchecken. Ich bog mit meinem Gepäck gerade um die Ecke, schon donnerte der Chickenbus herbei. Ich konnte gleich einsteigen und hatte sogar noch einen Sitzplatz. Mit dem Taxi gelangte ich zum Watertaxi, dass mich auf die Insel San Pedo brachte. Nach einer Stunde Fahrzeit waren wir schon da! Das Schiff ist wirklich Express!! Das Hostel lag direkt am Meer und ist super eingerichtet. Leider ohne Küche, doch das Essen schmeckt auch ganz gut dort. Das Wetter wurde zuhnehmends schlechter und ich verbrachte die Tage mit lesen und schreiben. Einmal bin ich Schnorcheln gegangen und habe Meeresschildkröten, Haie und Rochen gesehen. Das war unglaublich schön. Zweimal habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen. Das erste Mal bin ich zur Secret Beach gefahren (ca. 8 km, bei 35 Grad). Es ist wunderschön dort. Das Wasser ist stahlklar und warm. Ich habe zwei Pärchen aus New York kennen gelernt und einen lustigen Nachmittag im Wasser verbracht. Das Retourfahren war dann ganz schön hart. Der Wind hatte gekehrt und ich musste all meine Kräfte mobilisieren, damit ich wieder zurück kam. Das zweite Mal bin ich fast bis ans Ende der Insel gefahren. Ich hielt Ausschau nach einer netten Beachbar, doch oh Schreck, alle geschlossen. So strampelte ich durstig zurück. Auf der Insel ist alles etwas teurer. Da kommen einem die Happy Hour sehr entgegen 😉

Mein letzter Tag in Belize begann sehr früh. Ich musste auf die 6.30 Uhr Fähre. In Belize City wurde ich von dem Tourguide persönlich abgeholt, der mich und die Restlichen der Gruppe zum Maya Tempel Lamanai bringen soll. Schon nach einer Stunde waren wir in Orange Walk Town. Dort stiegen wir in ein Boot um, welches uns durch den Süsswasserfluss nach Lamanai fährt. Es war atemberaubend schön durch die Flussarme zu fahren und die Vögel und Pflanzen zu beobachten. Auch das Amischdorf, welches 80% der Nahrung von Belize herstellt, konnten wir vom Boot aus sehen. Nach einer Stunde ereichten wir Lamanai. Die Hitze war erdrückend. Die Anlage war eindrücklich und gross. Natürlich musste ich den Tempel besteigen. Das war ein besonderes Gefühl da oben zu stehen. So frei und erhaben wie ein Vogel! Wir sahen auch hier verschiedenen Tempel und Stelen. Das Mittagessen war einfach grandios, welches die Mutter und seine Ehefrau zubereitet hatten. Noch ein paar Souvenirs kaufen und schon gings wieder zurück. Ich trennte mich von der Gruppe und wurde zum Busbahnhof gebracht, wo ich den nächsten Bus Richtung Mexiko nahm. You betta Belize it!!!

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