Yogyakarta -Lombok

Yogyakarta -Lombok

Die 7 1/2 stündige Zugreise war ein richtiges Erlebnis. Leider waren nur noch Plätze in der „Exekutive“-Klasse übrig, was der 1. Klasse nahe kommt. Die Wagons sind zwar schon in die Jahre gekommen, jedoch die Beinfreiheit mit Fussstütze ist grosszügig bemessen. Die Zugfahrt war sehr kurzweilig und wir konnten viele Reisfelder und Menschen beim bewirtschaften ihrer Felder beobachten. In Yogyakarta angekommen wird man von unzähligen Taxisfahrern belagert. Wir haben uns für eine Rischka entschieden. Etwas mühsam mit all unserem Gepäck, jedoch abenteuerlich. Im Oastic-Hostel (sehr gut in einer Nebenstrasse gelegen) wurden wir sehr freundlich und zuvorkommend begrüsst. Im Vierbettzimmer sind die Betten sehr breit und bequem. Wir wurden über alle Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden informiert.  Dabei haben wir gleich für den nächsten Morgen eine Sonnaufgangstour zum Borobudur-Tempel und Prambanan gebucht. 03.45 Uhr bereit stehen! Puhhh ganz schön früh nach einer so langen Reise. Ging jedoch super und das Hostel hat uns sogar eine Frühstückbox bereit gestellt. Mega lieb und erst noch frisch gemacht. Wirklich toll. Die Fahrt mit dem Kleinbus ging still vor sich und nach knapp 2 Stunden waren wir zum Ausgangspunkt gelangt. Nach einigen Höhenmeter durch den Wald, sind wir im Dunkeln zu einer Lichtung gekommen mit diversen Baumterassen. Mit der Dämmerung wurde das Tal und die Spitze des Borobudur sichtbar. Mystisch stieg der Morgennebel zwischen den Bäumen empor. Fantastisch! Dann endlich erhob sich die Sonne majestetisch über den Bergen.

Danach ging die Fahrt zum Eingang des Tempels Borobudur. Die Anlage ist riesig und die Parkanlage gross und sehr gepflegt. Der Tempel verfügt über mehrere Terassen und ist auf die vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Die Reliefs sind sehr gut erhalten und zeigen eine Vielzahl des damaligen Lebens und Verehrung von Göttern und Buddha. Weiter zum Hindu-Tempel Prambanan. Dort wurden wir von muslinischen Schulklassen belagert, die eine Klassenarbeit schreiben und uns dazu mehrfach interviewten. Auch als Photomotiv waren wir sehr begehrt :-). Der Tempel beherbergt viele der Hindugötter. Wirklich sehr sehenswert.

Der nächste Tag verbrachten wir im ehemaligen Sultanpalast. Wir hatten Glück und konnten dem sonntäglichen Tanzritual beiwohnen. Die Musik wie auch der Gesang sind für unsere Ohren noch fremd. Im Museum sind Bilder, Dokumente, Geschirr und Möbel der vergangenen Sultane zu bewundern. Der jetztige Sultan lebt in einem einfacheren, reich verzierten Haus inmitten der Stadt. Danach besichtigten wir das Wasserschloss, wo damals die hübschen jungen Frauen gebadet haben und der Sultan eine davon ins Privatbad beordert hat. Sogar eine Sauna gab es damals schon…. Zu aller letzt haben wir die Untergrundmoschee besucht, welche während der holländischen Konlonialherrschaft zum beten benutzt wurde, da es sonst verboten war.

In Yogyakarta gibt es über 30 Universitäten. Wir konnten eine Klasse beim Photoshooting beobachten, welche abgeschlossen hatte. Natürlich darf das Shooping in der Maliboro Strasse nicht fehlen. Dort werden viele Souvenirs, echte Batikkleider und Bilder angepriesen. Um den Preis feilschen wird erwartet!

Nach einem guten indonesischen Nachtessen, haben wir uns für die Nachtbesteigung des aktivsten Vulkans von Java, den Mount Merapi, vorbereitet. Um 22.00 Uhr wurden wir abgeholt. Nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir den Startpunkt. Gestärkt mit einem Tee, starteten wir um 01.00 Uhr. Es begann von Anfang an enorm zu steigen. 8 Kilometer und über 1400 Höhenmeter waren zu überwinden. Viele begannen mit hohem Tempo und waren in der Hälfte ko. Wie Otto immer sagte, lieber von Beginn an langsam, jedoch stetig das gleiche Tempo. Diese Weisheit hat mich das Leben lang auf jeden Gipel getragen. Zielgenau waren wir um 05.30 Uhr auf dem Kraterrand und durften die atemberaubende Aussicht und den Sonnenaufgang geniessen. Welche Freude und Stolz, dass wir es geschafft haben. Der Vulkan rauchte überall und die Luft war von Schwefelduft erfüllt. Glücklich traten wir die rutschige und steile Rückkehr an. Am Startpunkt wurde uns dann ein feiner Pfannkuchen mit Bananen serviert. Mann hatte ich Hunger!!!! Die Besteigung war ein Abenteuer und es war die Mühe mehr als wert.

Um 12.00 Uhr Mittags waren wir wieder im Hostel und genossen die herrliche Dusche. 3 Stunden später sind wir schon auf dem Weg zum Flughafen nach Lombok. Erstaunlicherweise fehlte uns der Schlaf nicht im geringsten.

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Das Abenteuer Asien beginnt…..

Das Abenteuer Asien beginnt…..

Nach nur 3 Monaten zu Hause, wurde der Rucksack und der kleine Koffer erneut gepackt. Am 10.10.16 sind wir zu neun Wochen Asien aufgebrochen. Mit Swiss von Zürich nach Singapore in 12 Stunden. Es tönt nach sehr langer Zeit. Doch die 12 Stunden waren im Nu verflogen. Mit 6 Stunden Zeitunterschied sind wir am Abend angekommen. Sogar den Hotelshuttlebus haben wir im 2. Anlauf gefunden. Das Villa Hotel Changi liegt nahe beim Flughafen und in unmittelbarer Nähe vom Meer. Wir sind im Changi Beach Park spazieren gegangen und haben einem Gewitter über dem Meer zugeschaut. Die Kulisse war wunderschön. Ein paar Schritte vom Hotel weg, haben wir in einem einheimischen Restaurant „fried Rice“ gegessen und einen kalten Chrysanthemen-Tee getrunken. Sehr empfehlenswert. Etwas verwundert haben wir die über 100 Personen vor unserem Hoteleingang beobachtet. Wie wir lachend feststellen mussten, haben diese nicht auf den Bus gewartet, sondern Pokemon Go gespielt!!

Am nächsten Tag sind wir nach Jakarta mit Air Asia geflogen. Ausser 1 Stunde Verspätung hat alles super geklappt. Vom Flughafen fährt ein Bus (Damri) nach Gambir (Zugbahnhof). Kostet 40’000 Rupia – ca. CHF 3.00. Beim Bahnhof versuchten wir 2 Tickets für den Zug nach Yogyakarta zu beschaffen. 2 Mal an der automatischen Maschine erfolglos (nur hiesige Telefonnummer zugelassen!). Erst mit vereinten Kräften von Hilfspersonal und Sicherheitsleuten, schafften wir, die letzten Plätze für den Freitag zu buchen. Es waren nur noch Karten der teuersten Kategorie erhältlich. Hätte ich nicht gedacht, dass der Zug so gut ausgebucht ist. Also früh genug reservieren.

Mit dem Taxi haben wir das Hostel Capsul Hotel Old Batavia erreicht. Sehr nette Mitarbeiter und saubere Betten mit eigenem Locker. Die Einrichtung ist schon etwas älter, jedoch für den Preis ganz ok.

Jakarta ist eine pulsierende, smogbelastete Stadt mit sehr viel Verkehr. Reich und Arm leben hier in unmittelbarer Nähe. Das nationale Denkmal (MONAS)  mit gross angelegtem Park ist sehr sehenswert. Es symbolisiert den Kampf für die Unabhängigkeit Indonesiens. Auf dem Turm hat man eine schöne Aussicht über die ganze Stadt. Kota, die „Altstadt“ besteht aus ein paar Häuserzeilen mit Kolonialbauten und dem berühtem Café Batavia. Die Stadt ist riesengross und durch den dichten Verkehr, sind die einzelnen Sehenswürdigkeiten nur schwer erreichbar. Jakarta ist definitiv kein Versäumnis. Dafür soll Yogyakarta toll sein. Lassen wir uns überraschen……